Die SAVE Nutzer

Die SAVE Umfrage zeichnet sich seit ihrem Beginn im Jahr 2001 dadurch aus, dass sie „harte Fakten“ zum Spar- und Anlageverhalten deutscher Haushalte mit „weichen“ sozio-psychologischen Angaben verbindet. Dieser damals innovative Ansatz stößt in der Wissenschaft auf wachsendes Interesse, welches sich seit der öffentlichen Bereitstellung der Daten in stetig steigenden Nutzerzahlen widerspiegelt. Insgesamt konnten bis Januar 2013 über 90 Projekte basierend auf den SAVE-Daten verzeichnet werden.

Die SAVE-Daten wurden überwiegend im Rahmen von Forschungsprojekten im Graduiertenbereich verwendet. So nutzen 43% aller Nutzer/innen die Daten für eine Doktorarbeit und 23% für Post-Doc Forschungsprojekte. Weitere Einsatzbereiche waren Lehrzwecke und Abschlussarbeiten (zusammen 19%) sowie Gutachten und Projekte im Auftrag von Ministerien (15%).

Der Nutzerkreis beschränkte sich dabei nicht nur auf Forscher in Deutschland. Viele Projekte, die SAVE-Daten verwenden kommen aus dem europäischen Ausland und den USA. Der Großteil der registrierten Nutzer/innen sind Ökonomen. Außerdem kommen Nutzer/innen aus den Bereichen der Sozial- und Politikwissenschaften.

Zur Verbesserung der Qualität und Nutzerfreundlichkeit der SAVE-Daten wurde 2012 eine Umfrage zur Zufriedenheit der Nutzer und Nutzerinnen durchgeführt. Dabei wurde, neben Fragen zur Zufriedenheit mit den Daten, dem Datenzugang und der Dokumentation, auch nach dem Forschungshintergrund und den Nutzungsmotiven der Teilnehmer gefragt. Die Ergebnisse dieser Befragung werden im Folgenden präsentiert.

Ergebnisse der Nutzerbefragung

Eine gute, der Wissenschaft zugängliche und wohl dokumentierte Dateninfrastruktur ist eine notwendige Bedingung für jedes empirische Forschungsvorhaben. Insgesamt lässt sich allerdings nur eine mäßige Zufriedenheit der SAVE-Nutzer mit der Datengrundlage in ihrem jeweiligen Forschungsfeld erkennen. Jedoch ist die Zufriedenheit mit der Datengrundlage in Deutschland deutlich höher als die Zufriedenheit mit der Datengrundlage im Allgemeinen. SAVE bemüht sich vorhandene Lücken in der Verfügbarkeit von Daten zur Einkommens- und Vermögenssituation von deutschen Haushalten, dem Sparverhalten, Finanzwissen u.ä zu schließen.

Die longitudinale Struktur der SAVE Daten ermöglicht es den Nutzer/innen Effekte über Zeiträume hinweg zu betrachten. 68% der befragten Personen benutzten die Panelstruktur des Datensatzes. Die verbleibenden 32% nutzten die Daten für Querschnittsanalysen.

Zufriedenheit mit SAVE

Die Bewertung der Zufriedenheit der SAVE Nutzer fiel positiv aus. Die Daten werden von 78% der befragten Personen als zufriedenstellend und durch 22% als mäßig zufriedenstellend bewertet. Unzufriedenheit wurde von keinem Teilnehmer angegeben.

Den Datenzugang bewerteten 91% als zufriedenstellend: Er wurde als sehr einfach und unproblematisch beschrieben. Die Dokumentation der Daten kann noch verbessert werden; hier zeigten sich 32% mäßig zufrieden. Unzufrieden war auch hier kein/e Nutzer/in.

Wir danken allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen für die Mitarbeit. Kritische Aspekte haben wir aufgenommen und bemühen uns die Anregungen umzusetzen!