SAVE

Deutschland steht vor großen wirtschafts- und sozialpolitischen Herausforderungen. Dabei spielen Fragen der Zukunftserwartungen und der Vorsorge eine entscheidende Rolle im Empfinden der Bevölkerung. Wie kann man diese qualitativ und quantitativ erfassen? Wie kann man ihnen politisch und wirtschaftlich entgegentreten? Um diese Fragen zu beantworten, hat das Munich Center for the Economics of Aging (MEA) eine eigene Panelumfrage, die deutsche SAVE Studie (Sparen und AltersVersorgE in Deutschland), mit dem Schwerpunkt Sparen und Zukunftsvorsorge ins Leben gerufen.

Eines der wichtigsten Ziele von SAVE ist es, die dynamische Veränderung des Sparverhaltens im Zeitablauf zu erfassen. Durch die Zusammenarbeit mit TNS Infratest (München) wurde im Jahr 2001 die erste Umfrageerhebung von SAVE durchgeführt. Diese lieferte erstmals detaillierte Angaben sowohl über finanzielle Variablen wie Einkommen, Ersparnis und Vermögen als auch soziologische und verhaltenspsychologische Merkmale. Ergänzt wird dieses breite Spektrum durch Gesundheitsfragen ab 2005. Immer wieder werden neue Module eingeführt, die helfen, aktuelle makroökonomische Entwickungen, wie z.B. die Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten Jahre, besser zu verstehen.

Damit die Primärdaten auch für wissenschaftliche Sekundäranalysen verwendet werden können, haben wir die SAVE Daten dem GESIS Datenarchiv für Sozialwissenschaften in Köln zur Verfügung gestellt. Sie können dort online über ein Warenkorbsystem bestellt werden. Es stehen die imputierten Wellen 2001 bis 2013 zur Verfügung. Ferner ist auch ein Kompaktdatensatz (miniSAVE) verfügbar, der alle Wellen von 2005 bis 2013 beinhaltet und aufgrund der voraggregierten Variablen eine einfachere Handhabung erlaubt. Dieser Datensatz eignet sich besonders für das empirische Arbeiten im Unterricht. Das Antragsformular schicken Sie bitte per Fax an (089) 38602-390.

Die erhobenen Daten haben sich als Grundlage für wissenschaftliche Untersuchungen im In- und Ausland bewährt und stellen eine Basis für Gutachten und Handlungsempfehlungen dar. So konnte z. B. durch die regelmäßigen Befragungen zeitnah die Einführung der Riester-Rente und deren Einfluss auf das Sparverhalten analysiert werden (Die Riester-Förderung - das unbekannte Wesen). Auch in der Wirtschafts- und Finanzkrise erwies sich die Studie als besonders wertvoll. Der SAVE Datensatz ermöglichte Auswirkungen der Krise und Verhaltensanpassungen der Haushalte zu beobachten und zu verstehen. Antworten dazu gibt u. a. das MEA Diskussionspapier 234-11 (Who lost the most? Financial Literacy, Cognitive Ability and the Financial Crisis).

Die SAVE Umfrage konzentriert sich im Jahr 2011 auf die verschiedenen Altersvorsorgesysteme der Haushalte. Es wird den Fragen nachgegangen: Sind wir ausreichend für das Alter abgesichert? In welchen Bereichen besteht noch Vorsorgebedarf? Was können wir von Haushalten lernen, deren Mitglieder sich bereits im Ruhestand befinden? Ein besonderer Blick liegt hierbei auf den drei Säulen der Alterssicherung (gesetzlich, betrieblich und privat).

Die neunte Erhebung für das Jahr 2011 wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB, Nürnberg), dem Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit, durchgeführt. Diese Kooperation ermöglicht es Beschäftigungszeiten sowie Informationen zu Beiträgen zu der Sozialversicherung mit Antworten der SAVE Umfrage zu verbinden. Das ist für eine Abschätzung des Vorsorgebedarfs in Deutschland sehr bedeutsam. Der Fragebogen 2011 wurde bewusst kurz gehalten. Er konnte durch Optimierung und durch die Zusammenarbeit mit dem IAB verkürzt und auf insgesamt 38 Fragen reduziert werden. Diese Komprimierung hat die Akzeptanz der Studie bei den Befragten weiter erhöht.

Mit der zehnten Umfrage wurde das SAVE Projekt im Jahr 2013 abgeschlossen. Schwerpunkt war das Wissen um die private und betriebliche Altersvorsorge.

SAVE wurde bis 2010 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert, danach von der Max-Planck-Gesellschaft. Zusätzlich erhielt SAVE 2013 eine Zuwendung des Deutschen Vereins für Versicherungswirtschaft e. V. (DVfVW). Wir danken allen Zuwendungsgebern.

Eine ausführliche Erklärung der Untersuchungskonzepte und der Erhebungsmethodik dokumentiert die vorhandenen Daten und liefert alle notwendigen Informationen für die Arbeit mit den Daten des SAVE Panels. Außerdem werden dort verschiedene Aspekte des Sparverhaltens deutscher Haushalte analysiert.

Kontakt:

Bei weiteren Fragen zu SAVE wenden Sie sich bitte an Raphael Guber.

Fragebögen:

SAVE 2003 Fragebogen
SAVE 2005 Fragebogen
SAVE 2006 Fragebogen
SAVE 2007 Fragebogen
SAVE 2008 Fragebogen
SAVE 2009 Fragebogen
SAVE 2010 Fragebogen
SAVE 2011 Fragebogen
SAVE 2013 Fragebogen

Allgemeine Informationen zum Datensatz:

Coppola, Michela; Lamla, Bettina (2013): Saving and Old-Age Provision in Germany (SAVE): Design and Enhancements, Schmollers Jahrbuch, 133, 1, 109-117
The German SAVE Study Design and Results, MEA Studie Nr. 6
Variablenübersicht von 2001-2011
Präsentation zu SAVE bei der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik 2011

Einige aktuelle Ergebnisse im Überblick:

SAVE-Broschüre 2006
SAVE-Broschüre 2008
SAVE-Broschüre 2009
SAVE-Broschüre 2010
SAVE-Broschüre Frühjahr 2011
SAVE-Broschüre Herbst 2011

Aus dem Projekt hervorgegangene Publikationen, Discussion Papers und Diplomarbeiten:
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