Methodenprojekte
Non-Response-Projekt - Bargeld-Incentives, Interviewertraining und Umfragebeteiligung
In den letzten Jahrzehnten ist in Deutschland und in ganz Europa ein stetiger Rückgang der Teilnahmebereitschaft an Bevölkerungsbefragungen zu verzeichnen gewesen. Dies hat negative Auswirkungen auf die Datenverlässlichkeit, da die Nichtbeteiligung nicht zufällig erfolgt. Aus diesem Grund kann es zu einer Ergebnisverzerrung kommen, da die Stichprobe durch die Antwortausfälle nicht mehr repräsentativ für die eigentliche Zielpopulation ist.
Das Nonresponse-Projekt geht dieses Problem von zwei Seiten an. Als erstes wird der Frage nachgegangen, wie in Deutschland die Umfragebeteiligung in persönlichen Bevölkerungsbefragungen erhöht werden kann. Der Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) dient hierbei als Basis für eine groß angelegte Untersuchung, die mit mindestens 4000 Personen durchgeführt wird. Einerseits wird der Einfluss von monetären Anreizen, die im Voraus ohne Bedingung gezahlt werden, auf die Teilnahmebereitschaft der Befragten und die generellen Antwortquoten untersucht. Um den positiven Einfluss von Interviewerschulungen auf die Antwortquoten zu untersuchen, findet außerdem für einen Teil der Interviewer in der Mitte der Feldphase ein zusätzliches Interviewertraining von einem Tag statt. Andererseits wird eine Nonresponse-Studie durchgeführt, bei der den Antwortverweigerern direkt an der Haustür einige Fragen gestellt werden, um das Gewicht der verweigerungsbedingten Ergebnisverzerrung zu erfassen.
Mitarbeiter in diesem Projekt:
Ulrich Krieger
Neue Perspektiven der Alternsforschung in Deutschland: Verknüpfung von medizinisch-biologischer und sozioökonomischer Forschung und Verknüpfung von sozioökonomischen Umfragen, Prozessdaten und Biomarkern
Ziel des von der VolkswagenStiftung geförderten Kooperationsprojekts ist es, der empirischen Alternsforschung in Deutschland durch diverse Datenverknüpfungen völlig neue Forschungsperspektiven zu eröffnen. Bei der Verknüpfung medizinisch-biologischer und sozioökonomischer Forschungsansätze profitiert das Projekt dabei unmittelbar von dem 2006 von Heidelberger und Mannheimer Forschungsinstituten ins Leben gerufenen Netzwerk Alternsforschung (NAR). Um beiden Forschungsansätzen gerecht zu werden, sind äußerst detaillierte und präzise Datensätze unabdingbar. In diesem Kontext bieten sich die in Deutschland erhobenen Umfragedaten des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) an, die mit Biomarkern (u.a. Indikatoren für Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Blutdruck) sowie Prozessdaten der deutschen Rentenversicherung verlinkt werden.
Anhand dieser Daten sollen besonders drei Forschungsbereiche näher untersucht werden:
a) Die Wechselwirkung zwischen Gesundheit und sozioökonomischem Status,
b) die Auswirkungen sozialpolitischer Rahmenbedingungen auf die Bevölkerung 50+ sowie
c) der kausale Zusammenhang zwischen natürlichen Alterungsprozessen und sozioökonomisch bedingtem Gesundheitsverhalten.
Mitarbeiter in diesem Projekt:
Barbara Schaan (Biomarker-Projekt)
Julie Korbmacher (Record-Linkage-Projekt)
Christin Czaplicki (Record-Linkage-Projekt)
News
Max Planck Forschung Spezial - Gesellschaft im Wandel
Ein schweres Stück Arbeit - Interview mit Axel Börsch-Supan
MEA – Seminar
29. Mai 2013: Tabea Bucher-Koenen "Gender, Confidence and Financial Literacy"
Studie "50+ in Europa" ist gestartet
Derzeit werden im Auftrag des Munich Center for the Economics of Aging (MEA) Befragungen zur Studie...
