Projektbeschreibung

The Evolution of Wage Inequality when the Direction of Technological Change is Endogenous

Mitarbeiter in diesem Projekt:



In der Literatur über sogenannten Skill-Biased Technological Change wird darüber diskutiert, wie dem resultierenden Anstieg der Lohnungleichheit entgegengetreten werden kann. Einige argumentieren, dass die Bildungspolitik versuchen muss, als Reaktion auf die verstärkte Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften (die zum Anstieg der Lohnungleichheit führte) das Angebot an Hochqualifizierten (bspw. Hochschulabsolventen) zu steigern. Dagegen wird - mit Hinweis auf die Forschungsarbeit von Acemoglu (1998, 2002) - argumentiert, dass dies letztlich kontraproduktiv sei, da ein größeres Angebot an Hochqualifizierten langfristig dazu führt, dass es sich für Unternehmen mehr lohnt, in Technologien zu investieren, die komplementär zu hochqualifizierten Arbeitskräften sind. Mit anderen Worten: Skill-Biased Technological Change kann nicht nur die Ursache, sondern auch die Folge eines Anstiegs der Zahl der Hochqualifizierten sein. Somit würde - zumindest langfristig - infolge des induzierten Skill-Biased Technological Change eine Steigerung der Zahl der Hochschulabsolventen zu höherer statt niedrigerer Lohnungleichheit führen. In diesem Projekt soll untersucht werden, inwieweit diese Argumentation zutrifft, wenn als Maß für die Ungleichheit nicht der Lohnabstand zwischen Hoch- und Niedrigqualifizierten, sondern der Gini-Koeffizient herangezogen wird. Der Gini-Koeffizient berücksichtigt - neben dem Lohnabstand - auch die jeweilige Anzahl der Arbeitskräfte, die den hohen bzw. niedrigen Lohn erhalten. Je mehr Arbeitskräfte denselben Lohn erhalten, desto niedriger wird der Gini-Koeffizient. Zunächst wird im theoretischen Modell gezeigt, dass in einer Modellwelt im Sinne von Acemoglu (1998, 2002) der Gini-Koeffizient tatsächlich nicht-monoton von der relativen Anzahl an Hochqualifizierten abhängt. Anschließend werden die Parameter des Modells mit aus dem Current Population Survey aggregierten Daten geschätzt, um das Modell zu simulieren. Damit soll abgeschätzt werden, ab welchem Anteil der Hochqualifizierten der Gini-Koeffizient nicht mehr weiter steigt, sondern zu sinken beginnt.

Aus diesem Projekt hervorgegangene MEA Discussion Papers:

Aus diesem Projekt hervorgegangene Publikationen:

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