Projektbeschreibung

Employment Effects of Skill-Biased Technological Change

Mitarbeiter in diesem Projekt:



In diesem Projekt wird eine formaltheoretische Fundierung der sogenannten Krugman-Hypothese (1994) entwickelt , die besagt, dass die in den Achtziger- und frühen Neunzigerjahren des vorigen Jahrhunderts zu beobachtende steigende Lohnungleichheit in den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich einerseits und die steigende Arbeitslosigkeit in Kontinentaleuropa andererseits dieselbe Ursache haben: Sogenannter "Skill-Biased Technological Change". Dahinter verbirgt sich das Phänomen, dass in der jüngeren Vergangenheit neue Technologien (Computer, etc.) vor allem die Produktivität der Hochqualifizierten gesteigert haben. Dies führt zu einer Spreizung der Arbeitsproduktivitäten zwischen Hoch- und Niedrigqualifizierten und bei Produktivitätsentlohnung zu höherer Lohnungleichheit. Dies lässt sich im UK und in den USA empirisch nachvollziehen. In Kontinentaleuropa hingegen hat sich die Lohnstruktur in den letzten Jahren wenig verändert. Stattdessen ist die Arbeitslosigkeit zum Teil stark angestiegen. Die Krugman-Hypothese erklärt dies durch Lohnrigiditäten, die zwar ein Ansteigen der Lohnungleichheit verhindern, dafür aber einen Rückgang der Beschäftigung bewirken. Das zu revidierende Papier liefert eine Formalisierung der Lohnrigiditäten und ihrer Beschäftigungswirkungen angesichts von "Skill-Biased Technological Change". Der Wirkungsmechanismus des Modells lässt sich wie folgt zusammenfassen: Das Niveau der Löhne der Niedrigqualifizierten hängt ovm Sozialhilfeniveau ab: Je höher die Sozialhilfe, desto höher ist der Lohn, den die Gewerkschaften für die Niedrigqualifizierten fordern. Die Sozialhilfe ihrerseits (und das ist eine zentrale Annahme des Modells) hängt vom durchschnittlichen Lohnniveau aller Beschäftigten bzw. vom Durchschnittseinkommen ab. Die Löhne der Niedrigqualifizierten hängen also von der Sozialhilfe, die ihrerseits (unter anderem) von den Löhnen der Hochqualifizierten abhängt. Dies führt zu einer (indirekten) Abhängigkeit der Löhne der Niedrigqualifizierten von denen der Hochqualifizierten, die einer Lohnspreizung entgegenwirkt. Das Papier wurde zur Veröffentlichung eingereicht. Die Gutachter fordern weitreichende Revisionen, so dass Alfred Garloff vom ZEW, Mannheim als Ko-Autor hinzugezogen wurde. Die Revisionen bestehen im Wesentlichen aus weiterer empirische Evidenz für die Annahmen des theoretischen Modells.

Aus diesem Projekt hervorgegangene MEA Discussion Papers:

Aus diesem Projekt hervorgegangene Publikationen:

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